Balenciaga
Cristobal Balenciaga wurde am 21. Januar 1895 in Guetaria in der Nähe von San Sebastian als Sohn eines baskischen Fischers geboren. Von Kindesbeinen an interessierte er sich für Kleider und ließ sich von seiner Mutter das Nähen beibringen. Die Marquesa de Casa Torres wurde zu seiner Gönnerin, nachdem er für sie im Alter von 14 Jahren die brillante Kopie eines Kostüms von Christoph Drecoll, einem berühmten Schneider der Belle Epoque, angefertigt hatte. Seine Förderin ermöglichte ihm eine Schneiderlehre in Madrid und finanzierte ihm eine Reise nach Paris, wo er sich die die Modenschauen der etablierten Couturiers anschauen konnte, die ihm aber als zu verspielt erschienen.
Nach einer Zeit als als Volontär und Atelierchef des „Magazin du Louvre” in San Sebastian eröffnete er seinen ersten Schneidersalon. Weitere in anderen spanischen Städten folgten. Nach Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs im Jahre 1936 ging er nach Paris, um dort ein Haute Couture-Haus zu eröffnen. Schnell stieg er dort zu den angesehensten Modeschöpfern auf.

Völlig untypisch für einen Modeschöpfer trug Balenciaga stets einen blauen Arbeitskittel! Der eher scheue und zurückhaltende Mensch gab kaum Interviews und ließ sich ungern fotografieren. Balenciaga-Modenschauen waren sehr spartanisch gehalten, um nicht von seinen Kreationen abzulenken. Balenciagas Klientel umfaßte neben Vertretern des spanischen Hochadels weitere internationale Persönlichkeiten wie Königin Fabiola von Belgien, der Herzogin von Windsor und Fürstin Gracia Patricia. Viele seiner ehemaligen Assistenten wurden später selbst berühmte Modeschöpfer wie André Courrèges, Emanuel Ungaro und Oscar de la Renta. Seinen großen Einfluß auf andere Designer belegt auch das Zitat Christian Dior´s: „Die Haute Couture ist wie ein Orchester, dessen Dirigent Balenciaga ist. Wir anderen Couturiers sind die Musiker und folgen den Anordnungen, die er gibt.”
1968 zog sich Balenciaga nach Spanien zurück. 1972 starb er in Valencia. In der Folgezeit wechselte das Modehaus mehrmals den Eigentümer. Seit 1997 gehört es zur zu der Gucci-Gruppe, heuteeine Tochter des französischen Luxuskonzerns Pinault-Printemps-Redoute (PPR). Seit 1997 ist der Franzose Nicolas Ghesquière Chefdesigner des Hauses. Er führt den Stil des Meisters fort und versucht die Symbiose zwischen Luxus und Schlichtheit zu erhalten.












