Chanel
Gabrielle Coco Chanel wurde 1883 in der französischen Stadt Saumur geboren. Ihren Einstieg ins Modegeschäft begann sie im Jahre 1909 mit ihren selbst entworfenen Hüten. Ein Jahr später eröffnete sie ihr erstes Geschäft in Paris. 1913 machte sie mit ihren Kostümen und Hemdblusenkleidern Furore und feierte einen rasanten Aufstieg in der Modeszene. Zu Ihren Freunden zählten berühmte Zeitgenossen wie Strawinsky, Picasso, Cocteau und andere. Die große Elsa Schiaparelli war ihre große Konkurrentin. Mit dem Einfall der Deutschen in Frankreich zu Beginn des 2. Weltkriegs schloss sie ihr Geschäft. Erst 1954 wurde es wiedereröffnet. Die Liaison, die sie während des Krieges mit einem deutschen Offizier hatte, war ihrem Comeback nicht gerade zuträglich. Obwohl die Stimmung in Frankreich gegen sie war, gelang es Coco Chanel doch, sich schließlich als große Modeschöpferin zu behaupten. Triumphale Erfolge feierte sie insbesondere mit ihrem durch schlichte Eleganz bestechenden Chanel-Kostüm. Die hüftlangen Kostümjacken mit ihren bordierten Kanten werden als Bord-à-bord nur am Halsausschnitt oder einreihig mit Goldknöpfen verschlossen. Als Aufputz tragen Sie zwei oder vier kleine, ebenfalls bordierte Taschen. Die passenden Röcke sind leicht ausgestellt und zumeist in vier oder fünf Bahnen geschnitten. Dieser Schnitt wurde über Jahre hinweg kaum verändert. Farben und Strukturen der verwendeten Tweedstoffe wurden allerdings immer wieder variiert. Passend zum Kostüm entwarf Chanel neben der Chanel-Bluse mit dem zur Schleife gebundenen Kragen auch eine ganze Reihe von weiterem Zubehör, darunter vor allem Schmuck, zweifarbige Schuhe und die typisch gesteppte Handtasche. Zu letzterer, welche eine absolutes Chanel-Markenzeichen werden sollte, haben der Legende nach die gesteppten Jacken von Stalljungen –zu sehen bei Pferderennen- die inspirative Vorlage geliefert.

Den typischen Steppdeckeneffekt erzielte man bei Chanel, indem das Leder mit weichem Füllmaterial unterlegt wurde.1955 wurde die Chanel-Handatasche zunächst in Coco´s Lieblingsfarbe und –materialien hergestellt. Im wesentlichen wurden die Kreationen aus weichem Nappaleder oder auch aus Jersey –diesen Stoff schätzte Coco besonders- herausgebracht, farblich dominierten Töne wie Marineblau, Beige, Schwarz und Braun. Der Trageriemen bestand aus Leder, das durch die großen Glieder einer goldfarbenen Kette gezogen wurde. Die gesteppten Handtaschen von Chanel sind seither in vielen Variationen und Farben auf den Markt gekommen. Der unangefochtene Klassiker ist jedoch die klassische Kombination von Schwarz und Gold. Markenzeichen des Hauses ist das verschlungene Doppel-C, welches nicht nur auf Knöpfen an Bekleidung zu sehen ist, sondern auch den Taschenverschlüssen das letzte Finish verleiht. Coco Chanel starb im Jahrte 1971. Zunächst übernahmen Yvonne Dudel und Jean Cazaubon die Leitung des Unternehmens. Seit Anfang 1983 steht Chanel unter der verantwortlichen Leitung von Karl Lagerfeld. Lange Zeit veränderte er die Chanel-Tasche nur sehr zurückhaltend, dann aber sorgte der Zeitgeist dafür, dass auch Chanel große Sportschultertaschen, Rucksäcke, überdimensionale Reisetaschen und Ähnliches in seine Kollektionen aufnahm.












