Louis Vuitton wurde am 4. August 1821 im französischen Cons-le-Sannier geboren. Bereits als Dreizehnjähriger zog es ihn in die Welt und er verließ die Heimat um sich auf den Weg in die französische Hauptstadt Paris zu begeben. Nach seiner Ausbildung beim Pariser Kofferhersteller Monsieur Marechal wurde der junge Koffermacher im Jahre 1954 zum persönlichen Koffermacher der Kaiserin Eugenie ernannt und gründete daraufhin seine Firma mit dem Namen Louis Vuitton Company. Bereits nach wenigen Jahren hatte sich Vuitton einen so guten Namen gemacht, dass sein Kundenkreis immer mehr wichtige Persönlichkeiten aus der ganzen Welt umfasste. So bestellten bereits 1869 der Khedive von Ägypten, Großherzog Nikolas, später Zar von Russland und König Alphonse XII von Spanien verschiedene Koffer und Taschen bei dem französischen Handwerker. Dessen Produkte galten nicht nur als äußerst hochwertig, sondern auch als ideenreich und innovativ. So erfand er unter anderem als erster die Truhe mit einem flachen Deckel. Bisher waren Gepäcktruhen in aller Regel mit einem zwar dekorativem, aber unpraktischem abgerundetem Deckel ausgestattet. Die scheinbar einfache Idee von Louis Vuitton erlaubte jedoch nun das Übereinanderstapeln der Gepäckstücke. Zudem bespannte er die Truhen außen mit Stoff, so dass sie nicht nur attraktiver aussahen, sondern der Inhalt auch besser vor Feuchtigkeit und Schmutz geschützt war. Um diese Idee zu schützen, ließ der Sohn von Vuitton, Georges, den Stoff bald mit einem einzigartigen Muster bedrucken, das unter anderem die Worte „Louis Vuitton, marque deposée” trug. Der weltweit erste Markenartikel mit sichtbarem Namen war geboren. Zur zweiten wichtigen Innovation und damit auch zur Grundlage des steigenden Erfolges der Marke Louis Vuitton gehörte zudem die Erfindung der bis heute verwendeten Kofferschlösser, die auch bei ganzen Gepäcksets nur einen einzigen Schlüssel benötigen. Im Jahr 1892 eröffnete der Sohn des Firmengründers dann die erste Filiale der Firma in den Vereinigten Staaten von Amerika. Wenige Jahre danach, 1896, entwickelte Georges Vuitton dann das bis heute weltbekannte Logo der Marke, welches nicht nur auf fast allen Gepäckstücken zu finden ist, sondern auch die Marke bis heute einzigartig vertritt. Der Sohn schuf das Muster aus den Initialen L und V zu Ehren seines im Jahr 1892 verstorbenen Vaters. Jenes Monogram schmückt aber inzwischen nicht mehr nur Taschen und Koffer, sondern findet sich auch auf Kleidung, Uhren, Juwelen und anderen Accessoires. Trotz dieser einzigartigen Erfindungen, die unter anderem auch dazu dienten, dem immer wieder um sich greifenden Markenraub Einhalt zu gebieten, gehören Louis Vuitton-Taschen bis heute zu den meistgefälschten Markenprodukten der Welt. Inzwischen ist Louis Vuitton von der Marke zur Luxusmarke geworden und wird in einem Atemzug mit Namen wie Rolex oder Cartier genannt. Das Unternehmen wird bis zum heutigen Tage in Familientradition geführt und ist seit 1987 Teil des französischen Luxusgüterkonzerns Louis Vuitton Moët Hennessy, der sich aus dem Kofferhersteller, dem Champagerproduzenten Moët et Chandon und dem Cognachersteller Hennessy zusammensetzt. Es gibt heute über 350 Louis Vuitton-Geschäfte in 54 Ländern auf der ganzen Welt, die einen derart großen Erfolg haben, dass der Konzern inzwischen jährliche Zuwachsraten von bis zu 60 Prozent verzeichnen kann. Seit 1983 ist Louis Vuitton zudem Namensgeber für das Qualifikationsrennen des weltbekannten Americas Cup.