Männer und Handtaschen
Neulich war ich mal wieder mit meinem Liebsten unterwegs. Während des Aufbruchs kam es, wie es immer kommt: Hier, kannst du das mal eben in deine Handtasche stecken? Und ehe ich mich versah, kamen zu meinem ohnehin überdimensionierten Portemonnaie, den Schlüsseln, Taschentüchern, meinem Handy, Schminkutensilien, dem Schirm und was ich sonst noch so mit mir herumtrage, noch seine Schlüssel, sein Portemonnaie und seine Sonnenbrille dazu. Kommentar meiner Physiotherapeutin zwei Tage später: “Sie sind aber ganz schön verspannt.”
Was soll ich machen. Ich bin mir doch selbst nicht sicher, was die Frage aller Fragen angeht, die die Welt in zwei Lager spaltet: Männer und Handtaschen – geht das eigentlich zusammen? Meine persönliche Meinung? Ja, wenn er meine kurz hält, weil ich mir eine Zigarette anmachen muss. Ja, wenn es ein Rucksack oder eine Umhängetasche ist, die mindestens DIN A4-Ordner aufnehmen kann. Ja, wenn ein Laptop drin ist. Klares Nein! zu Gürteltaschen aller Art. Für Männer unter 65 ebenso klares NEIN für diese Dinger, die man per Schlaufe am Handgelenk befestigen kann (wie heißen die eigentlich?). Einfach schrecklich, einfach unmännlich, einfach geschmacklos. Ich würde mich mit einem solchen Mann jedenfalls nicht vor die Tür trauen.
Da Männer aber nun mal nicht einsehen, für Geldbeutel und Co. eine riesige Tasche mit sich herumzutragen, muss es doch einen Kompromiss geben. Also eine Entlastung für unsere Schultern (die schließlich schon genug zu tragen haben, oder?!), für die frau sich nicht schämen muss. Ich hab also mal gegoogelt. Und einen relativ alten Beitrag beim taschenblog gefunden, der aber eine echte Alternative zeigt:
Das Ganze kostet 349,- Euro und gibt’s in “schwarz, braun und blond”. Jaja, da werden Assoziationen wach. Aber was soll’s, schließlich gibt der Claim von Koffski mir dann doch noch recht: “Wie Mann’s besser trägt.” Und solange man den Herzallerliebsten dann nicht ständig in folgender Pose vor dem Spiegel vorfindet, ist doch alles gut…














