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Blumen, Blümchen, alles blüht!

Am 15. April hat die Bundesgartenschau in Koblenz ihre Tore, oder sollte man sagen: ihre Gartentürchen?, geöffnet. Für Koblenz, das laut Bundespräsident Wulff, der als Schirmherr der Veranstaltung fungiert, ohnehin “immer eine Reise wert ist”, wird das florale Spektakel mit Sicherheit ein großer Wurf. Die Anwohner sind geteilter Meinung: Nach jahrelangen Baustellen werden für das nächste halbe Jahr Millionen von Besuchern die Stadt am Deutschen Eck belagern. Aber schön ist es halt schon.

Auf nach Koblenz? Auf nach Koblenz! Wer beim Flanieren durch wunderschöne Anlagen, vorbei an Mosel und Rhein, mit den Blumen um die Wette strahlen will, braucht indes die richtige Handtasche. Die kann dann, zurück in weniger aufgehübschten Regionen, die Erinnerung an den sonnigen Tag im weltkulturerbegeschützten Mittelrheintal auch zuhause zurückholen.

Blumen und Handtaschen sind auf jeden Fall vereinbar. Das zeigt mir das breite Angebot an floralen Taschen aller Formen und Größen, die man so im einschlägigen Internethandel findet. Zum Beispiel bei saksfifthavenue.com. Ich hab mal die schönsten rausgesucht, mit denen man sich auf der BuGa 2011 blicken lassen kann :)

Ein klassisches Modell, das zudem auch das kleine Reiseproviant aufnehmen kann, bringt uns Juicy Couture. Außerdem kann man sich die “Terry Diaper Bag” an Handgelenken jeder Altersklasse vorstellen. Die Pastelltöne sind zudem total frühlingstauglich – und bei einem Preis von 298,- Dollar ist auch noch die Jahreskarte für die BuGa mit drin!

Juicy Couture: Terry Diaper Bag

Juicy Couture: Terry Diaper Bag

Ebenfalls pastellig, aber ein bißchen frischer (und außerdem in rosa!!) kommt Lilly Pulitzers “Laminated Sateen Beach Tote” daher. Und wie der Name schon sagt, ist das laminierte Teil auch im Sommer hervorragend an den schönen Stränden dieser Welt wiederzuverwerten. Mit 138,- Dollar zudem ein echtes Schnäppchen…

Lilly Pulitzer: Laminated Sateen Beach Tote

Lilly Pulitzer: Laminated Sateen Beach Tote

Auch für die Kleinen (und nicht nur für die) gibt es die passende Gartenschau-Handtasche: Marc by Marc Jacobs schafft Platz für die sicherlich reichlich einzuheimsenden Give Aways. In seinem “Miss Marc Packable Shopper” ist Raum für einige Mitbringsel. Und bei nur 58,- Dollar sind auch Gras- oder Schmutzflecken verschmerzbar. Braucht man sie nicht mehr, lässt sich die Einkaufstasche klitzeklein zusammenfalten.

Marc by Marc Jacobs: Miss Marc Packable Shopper

Marc by Marc Jacobs: Miss Marc Packable Shopper

Eher für große Mädchen und darüber hinaus auch für das elegante Garden Dinner geeignet zeigt sich Kate Spade, die in diesem Frühjahr einen Narren an Blumendesigns gefressen zu haben scheint: Kaum eines ihrer Modelle kommt ohne florale Elemente aus. Die süße Samt-Mini-Bag kommt in edlem Rot daher. Den Proviant, die moderne Kellnerbörse und die Haustürschlüssel müssen dann indes in des Gatten Tasche unterkommen. Im Sale für nur 135,99 Dollar allerdings unwiderstehlich…

Kate Spade: Skipper Flower Detail Velvet Mini Bag

Kate Spade: Skipper Flower Detail Velvet Mini Bag

Wo wir schon bei glamourösen Auftritten sind, darf ein Name nicht fehlen: Valentino überzeugt mit aufwendigen Applikationen, die einen Riesenvorteil haben: Sie verblühen nicht. Und haben doch mit den Originalen einiges gemeinsam: Sie sind federleicht, bewegen sich anmutig im Wind und (und hier passt dieses Ungetüm von Werbewort tatsächlich) sind streichelzart. Der passende Name lautet dann auch “Nymphe Garden Tote”. Da kann man sich ein Bild schon fast sparen… Für 2.995,- Dollar nicht gerade billig, aber in schwarz-weiß-grauen Abstufungen mit pastellrosafarbenen und hellgelben Einsprenkseln dafür ein echter Evergreen :)

Valentino: Nymphe Garden Tote

Valentino: Nymphe Garden Tote

Ist das noch Frühling…

…oder doch schon Sommer?! Bei über 20 Grad, mit frisch gebräuntem Dekolletee wird diese Frage doch erlaubt sein. Abgesehen von der explodierenden Natur um uns herum (die hoffentlich nicht von einem typischen April-Kälteeinbruch wieder zerstört wird) und die allgegenwärtigen Frühlingsgefühle, das Biergarten-Bier und alles, was man sonst in den letzten Wochen beobachten konnte, sagt uns eigentlich nur noch der Kalender: Eigentlich ist es gerade erst Frühling.

Ich habe jedenfalls schon Lust auf Strand. Und wenn es zum Strand geht, stellt sich (natürlich!) die obligatorische Frage: Mit welcher Tasche denn? Jede von uns hat sicherlich noch das ein oder andere verstaubte und ziemlich zerschlissene Stück im Keller/auf dem Dachboden/ganz hinten im Schrank/Regal, das noch ein paar Sandkörner von einem der schönsten Strände/Urlaube des Lebens aufbewahrt. Allerdings haben diese Schätzchen meist nur noch einen Erinnerungswert. Blicken lassen kann sich frau damit nicht mehr.

Glücklicherweise gibt es Designer, die mitdenken. Und die uns auch 2011 wieder mit einer Fülle von Strandtaschen, neudeutsch “Beach Bags”, beglücken. Ich habe Euch mal meine Favoriten mitgebracht:

Zunächst hätten wir da – und das ist nun kein großes Geheimnis – einen meiner absoluten Lieblingsdesigner, der in 80er angehauchter Optik mit Vögelchen überzeugt: Marc Jacobs’ Beach Tote gibt es für günstige 138,- USDollar.

Marc by Marc Jacobs: Rufous Humming Birds Tote

Marc by Marc Jacobs: Rufous Humming Birds Tote

Deutlich klassischer geht es bei Eric Javits Modellen zu: Klassischer Streifenlook in Naturtönen, das passt zum Navy Look. Auch das käuflich zu erwerben für 345,- USDollar bei saksfifthavenue.com.

Eric Javits: Dunemere Large Tote

Eric Javits: Dunemere Large Tote

Die verspielte “Mädchen”-Variante mit großer rosa Schleife (ansonsten aber genau so, wie eine Strandtasche sein muss: aus Bast) bringt uns in dieser Saison Kate Spade. Eine Preisabsprache? Das Teil gibt es auch für 345,- Dollar bei genanntem Onlineshop:

Kate Spade: Small Coal Chain Strap Bow Straw Tote

Kate Spade: Small Coal Chain Strap Bow Straw Tote

Ganz zum Schluss noch eine Variante für Mutige (90er-Nostalgikerinnen): Lilly Pulitzer beschert uns Farben über Farben auf schwarzem Grund, und auch dieses Modell ist wirklich durchdacht – das Satin hat Madame laminieren lassen, damit es vor schädlichen Salzwasser-Einflüssen perfekt geschützt ist. Käuflich erwerben kann frau es für preisgünstige 148,- Dollar.

Lilly Pulitzer: Laminated Sateen Beach Tote

Lilly Pulitzer: Laminated Sateen Beach Tote

Natürlich gibt es noch hunderte anderer begehrenswerter Modelle… Ach, wo bleibt nur der (Handtaschen-)Millionär auf seinem weißen Rosse…?

Atomkraft – nein danke?!

Nach den Unglücken in Fukushima kocht auch in Deutschland die Debatte über die (Un-)Vertretbarkeit von Atomstrom höher und höher. Konkret miterleben darf ich das jeden Montag abend, wenn die Atomkraftgegner direkt unter meinem Fenster gegen einen Bundestagsabgeordneten, der sein Büro in unserer Straße hat, protestieren. Lautstark. Und es sind mehr geworden. Besorgte, Politische, Familienmütter und -väter, Jugendliche, Rentner. Die Angst scheint sich breit zu machen.

Was frau davon halten will, sei jeder dahingestellt. Dies ist ja auch schließlich nicht der Ort, um politische Einstellungen zu diskutieren. Nachhaltigkeit – das wollen wir. Aber: Jede von uns trägt täglich eine Reihe von technischen Geräten mit sich herum: Ob Tablet-PC, e-Book-Reader oder Smartphone – das moderne Leben braucht vor allem eins: Strom. Und der ist mobil meistens gar nicht so leicht zu kriegen.

Hier leistet ein kleines Label offenbar schon seit 2004 Abhilfe, die gerade in Zeiten der Atomdiskussion neue Aktualität erlebt: Sakku, die Solartasche. Eine klassische Messenger Bag, wie viele ihrer Art aus (gebrauchtem) Segeltuch gefertigt. Letzteres wäre bereits für die meisten Unternehmen Grund genug, um ihre Tasche als umweltschonend zu deklarieren. Aber die Jungs von Sakku gehen weiter: Auf ihrer Tasche befinden sich voll funktionstüchtige Solarpanels, und die produzieren und – je nach Modell – speichern Strom aus Sonnenergie. Den kann frau dann via USB-Anschluss dem geliebten Smartphone zuführen. Einfach, ganz schick und auf jeden Fall: voll im Trend.

Sakku: Traveller Bag

Sakku: Traveller Bag

Die Business-Variante gibt es außerdem auch aus Cordura, das, wieder ganz schwiezerisch, garantiert in der Schweiz hergestellt wird. Denn neben Nachhaltigkeit sind auch kleine Transportwege regionaler Produkte “voll im Trend”. Atomkraft hin oder her: Mir gefällt’s.

Sakku: Worker - Schickes gutes Gewissen aus Cordura

Sakku: Worker - Schickes gutes Gewissen aus Cordura

Handtaschen – und mehr?

Tagtäglich begegnet uns dieser ***blöde Werbespruch: Kein Kiosk, kein Frisör, kein Kosmetikstudio kommt mehr ohne ihn aus. Heißt es bei den Big Playern immer “auf die Kernkompetenzen beschränken”, ist dieses offene Wirtschaftsgeheimnis bei den kleinen Unternehmen offenbar noch nicht angekommen. Im Gegenteil: Es gibt Zigaretten und Bildzeitung, Frisuren und Shampoo, Tiefenreinigung und Brauenzupfen – und mehr. Was das genau sein soll, dieser Mehr”wert”, das kann einem dann wiederum keiner erklären. Es soll wohl nach einer ganzen Welt der Möglichkeiten klingen. Mich nervt es einfach nur noch. Und das führt dazu, dass ich solche Shops systematisch meide.

Zum Glück gibt es an dieser Stelle nur eins: Handtaschen. Wir alle lieben sie, wir alle freuen uns auf Neuigkeiten, wir alle möchten am liebsten – mehr davon. Allerdings haben wir nicht alle die Chuzpe (und leider auch nicht die passende Figur), um das so konsequent ohne “mehr” umzusetzen, wie es folgende Dame tut. January Jones hat sich nackig gemacht für Versace, und das sieht echt schön aus.

January Jones für Versace

January Jones für Versace

Nebenbei bemerkt finde ich auch die Tasche ziemlich hübsch (wie auch die untenstehende formschöne Variante ). Aber das ist sicher nur meine klassische Vorliebe für schwarz-weiße Eighties-Styles… ;)

Und nochmal: Versace und nackte Haut

Und nochmal: Versace und nackte Haut

Die neue Lieblingstasche

Ich nehme an, das kennt jede von uns: Frau hat so ihre Lieblingshandtasche. Die, die man immer und überall mit hin nimmt, die den ganzen Alltags-das-muss-unbedingt-dabei-sein-Kram transportiert, die, die man heiß liebt. Und die, die in der Rückschau betrachtet gar nicht einmal unbedingt die schönste, beste oder praktischste Handtasche gewesen sein muss.

Ich brauche wieder mal eine neue, eine bessere, eine andere. Und deswegen habe ich mich mal umgeschaut. Und bin fündig geworden: Diesmal darf es, soll es, muss es eine Givenchy-Tasche sein. Einfach deswegen, weil ich Givenchy schon immer mochte. Unprätentiös, klassisch, schlicht. Na ja, zugegebenermaßen mit einigen wenigen Ausreißern. Aber in der Regel sind Givenchy Taschen einfach schön und praktisch. Von der tollen Verarbeitung ganz zu schweigen. Folgendes Teil soll’s werden:

Givenchy: Chocolate Neo Large Bag

Givenchy: Chocolate Neo Large Bag

Ist sie nicht einfach schön? Die Falten, die Henkel, die Größe…? Die Farbe? Und erst das Leder… Ich kann mir schon richtig vorstellen, wie es sich in meine Hand schmiegt und trotzdem formstabil ist und…

Genug der Schwärmerei. Denn es gibt ihn. Den ultimativen Haken: Stolze 1.189,- Euro soll das Teil bei stylebop kosten. Also heißt es jetzt erstmal sparen. Was doof und gerade gar nicht mal soo einfach ist. Ich habe jetzt nämlich einen neuen Fashionblog entdeckt, der mir täglich neue Anregungen gibt, wie ich mein Geld zum Fenster herauswerfen, äh, gewinnbringend anlegen kann.  Und, und das unterscheidet we-love-brands.com von anderen Fashion Blogs, sie sind nicht nur cool und hip und immer auf dem neuesten Stand, nein, die AutorInnen legen u.a. auch gesteigerten Wert darauf, mit Mode, Accessoires & Co. weder die Umwelt noch andere Menschen auszubeuten. Das finde ich mal klasse. Konsum ohne schlechtes Gewissen – Wirtschaftsmotor sein – so macht das Geldausgeben (und das Fashion-Blog-Lesen) Spaß! Wäre es nur nicht so schlecht für meinen ewig überstrapazierten Geldbeutel…

Handtaschenaufbewahrung professionell

Wer kennt es nicht: Gerade ist die neue Deluxe-Variante der Lieblingshandtasche per Kurier zuhause angekommen, man nimmt das Schätzchen in Gebrauch, erfreut sich des superweichen Kalbsleders (das natürlich ein bißchen anfällig ist, aber wen stört das schon?), der Pastellfarbe, die gerade ganz trendy ist, und dann: Frau kommt gestresst nach Hause, lässt Einkäufe und ebenjenes neue Modell stöhnend zu Boden fallen… Leider haben Mann und Kinder aber das schmuddlige Regenwetter mit herein gebracht. Flecken sind vorprogrammiert.

Bei der Recherche für den Blog bin ich mal wieder auf eine Kuriosität gestoßen, die hier Abhilfe schaffen kann und die die meisten von Euch wahrscheinlich längst kennen. Mir war sie bis dato gänzlich unbekannt: der Handtaschenhalter. Während ich meine Täschchen als Dekoelement in meinem Schlafzimmer nutze – mittels schlichter weißer Haken, die sich einfacherweise mit einer Zierschraube direkt in die Wand schrauben lassen – und mit vielen unterschiedlichen Farben die weiße Wand verschönere, habe ich bei Freundinnen meist die “Ich stelle die eben im Regal/Schrank ab”-Variante gesehen.

Umso überraschter war ich, als ich jetzt bei handtaschen.in lesen durfte, dass es dafür bereits eine professionelle Variante gibt. Und stößt man erst einmal auf die (offenbar klassischen) Modelle, die sich ungefähr folgendermaßen- und weder besonders exklusiv noch hübsch – darstellen (beide erhältlich über edelight.de),

einfache Handtaschenhalter

Einfache Handtaschenhalter

gibt es offenbar auch deutlich raffiniertere Varianten, die frau tatsächlich mitnehmen kann. Damit ist dann auch in Restaurants und anderen Lokalen endgültig Schluss mit Flecken, Rändern und allem, was dem Lieblingsteil sonst so an Schmuddeligem zustoßen kann. Die Teile lassen sich einfach (und diskret) mit einem Magneten befestigen und fahren dann ihre Häkchen aus, an denen man die (wahrscheinlich aber nur nicht allzu schwer beladene) Tasche dann aufhängen kann. Eigentlich genial einfach:

Portable Handtaschenhalter

Portable Handtaschenhalter

Dieses Modell ist erhältlich unter amazon.de und schlägt mit 2,64 Euro zu Buche. Ein Schnäppchen, vergleicht man es mit den horrenden Preisen von Lederreinigungen, oder? Einziger Nachteil: Das Ding ist ganz schön klein. Und kann schon mal zu Suchorgien in der Handtasche führen, die wahrscheinlich beim dritten Mal so nerven, dass man sie dann doch wieder auf den Fußboden stellt.

Die US-Amerikaner(innen) sind ja bekanntlich Spezialist(inn)en in Sachen Komfort, und deswegen kommt von dort der Handtaschenhalter, der ultimative Abhilfe schafft. Folgendes Teil kann man nämlich multifunktional einsetzen: als Halter und als Armreif. Ob das jetzt wirklich zur Luxushandtasche passt – das ist Geschmackssache, und das überlasse ich Euch. Aber praktisch ist es allemal:

Handtaschenhalter und Armreif in einem: Fumi

Handtaschenhalter und Armreif in einem: Fumi

Hier muss man jedenfalls schon 35,- Euro investieren – bestellbar ist das Teil bei bagsbestfriend.de.

So, und jetzt bin ich gespannt: Wie bewahrt Ihr Eure Schätzchen denn so auf? Und was ist Euer ultimativer Trick, sie auch außer Haus sauber zu halten?

Valentinstag 2011

Lustig, lustig. Vielleicht mache ich doch das ganze Jahr so weiter. Demnächst kommt dann Karneval 2011. Und dann Ostern. Pfingsten. Urlaubszeit. Halloween. Weihnachten. Och nö. Aber den aktuellen Anlass will ich jetzt schon mal nutzen, um mal ein paar ganz persönliche Bemerkungen zu machen.

Also, zunächst mal: Ich finde, es gibt kaum einen Tag, der mit keinem religiösen Fest verbunden ist und zwischenmenschliche Beziehungen so sehr belastet wie der Valentinstag (naja, vielleicht außer dem Muttertag). Wer hat sich das eigentlich ausgedacht? Und wozu? Die klassische Antwort im kapitalismusmüden Westen lautet für gewöhnlich: die Blumenindustrie. Alle anderen sind dann nur noch auf den Zug aufgesprungen. Ich halte das für eine, wenn auch zynische, so doch realistische Einschätzung. Denn welcher klar denkende Mensch kann denn so einen Tag wollen? Einen, an dem man völlig grundlos unter Druck gesetzt wird. Und zwar nicht nur als zur Kreativität und Liebesbezeugung verurteilter Mann, sondern auch als Frau. Die nicht einmal etwas mit diesem Druck machen kann – außer ihn an den Partner durchzureichen.  Und sich dann vor ihren Freundinnen rechtfertigen muss, wenn ER es mal wieder vergessen hat. Oder sich keine Mühe gibt.  Schließlich gibt es solcher kultureller Anlässe ja ohnehin schon genügend. So habe ich mir von meinem ganz persönlichen Exemplar letztens sagen lassen dürfen, dass nichts so schlecht für Beziehungen sei wie Liebesfilme. Wegen der unrealistischen Erwartungen, die diese wecken. Schutzbehauptung? Ich weiß gar nichts mehr.

Als nächstes: Als Produkte unserer Gesellschaft hilft es nichts, sich darüber aufzuregen. Lieber mitmachen und ganz normal sein. Wenn das so ist, dann wünsche ich mir gefälligst eine schöne Tasche. Die können mich nämlich immer aufmuntern. Und zwar folgende:

Loewe: Amazona Bag

Loewe: Amazona Bag

Immerhin ist die nämlich rosa (die Farbe der Liebe!) und (fast) quadratisch, praktisch, gut. Und dazu noch tausendmal haltbarer als ein paar mickrige Schnittblumen. Und das ist es doch eigentlich, was jeder Feiertag schaffen sollte: bleibende Werte. Sehr schön ist auch der sprechende Name: Loewe hat sein (fast schon) Business-Modell nämlich “Amazona” genannt. Kaufen kann man dieses Stück Unabhängigkeit Selbständigkeit Emanzipation Valentinstagsfreude bei MyTheresa für 1.275,- Euro. Und wenn ich ihm das nicht wert bin, dann weiß ich’s auch nicht mehr…

Die It-Bag 2011

Wieviele Artikel werde ich in diesem Jahr wohl noch mit “Die xxx 2011″ überschreiben können, bevor das Jahr zu alt geworden ist? Ich würde sagen, ich bleibe bei diesem beliebten Aufhänger, bis wir das erste Drittel hinter uns haben. Dann höre ich auf. Versprochen. Andererseits – schließlich lesen ja die meisten Freundinnen des Bag Obsession Blog gerade deswegen unsere (oder meine) Posts: Wegen der Trends, aktueller und klassischer Modelle und ganz persönlicher Meinungen.  Hoffe ich jedenfalls…

Wie auch immer. PR-strategische Statements sind hier nicht gefragt, sondern Handtaschen-News. Und wie ich kürzlich bei Vogue lesen durfte, ist nun auch die neue It-Bag des Jahres (im Vorhinein) gekürt: Mulberries Modell “Tillie” soll es sein. Besichtigen und auch käuflich erwerben kann man die Teile im Shop von Mulberry selbst, und die lassen sie sich – wie abzusehen war – gut bezahlen:

Mulberry: Tillie (Farbe: Light Peach Haircalf)

Mulberry: Tillie (Farbe: Light Peach Haircalf)

Obiges Modell kostet bspw. 2.200 Euro. Nun ja, schön ist sie ja schon, irgendwie. Wobei sich mir da schon die Frage aufdrängt: Was macht eine It eigentlich zur It? Neben dem Preis muss es da doch noch andere Kriterien geben. Betrachtet man sich die It-Bags der letzten Jahre – wie die It-Bag schlechthin, die Birkin Bag von Hermès – fallen einige Merkmale ins Auge:  Schlicht sollte sie sein. Und variabel, damit sie zur No-name-Jeans genauso passt wie zum Haute-Couture-Abend-Outfit.

Hermès: Birkin Bag

Hermès: Birkin Bag

All diese Eigenschaften hat sie. Aber das allein macht sie noch nicht zur erfolgreichsten Tasche aller Zeiten. Denn eines fehlt noch in unserer Liste, und das ist eigentlich der ausschlaggebende Punkt: Eine It-Bag ist eine It-Bag, weil sie exklusiv ist. Und das machen nun mal nicht Design und Rohstoffe allein. Vielmehr braucht es dafür eine (manchmal auch künstliche) Verknappung des Angebots. Das führt allerdings nicht nur zu Begehrlichkeiten, sondern auch- und so schließt sich der Kreis – zu z.T. astronomischen Preisen. So bekommt man obiges Modell momentan gebraucht (!) beim größten Online-Auktionshaus für unglaubliche 18.000,- Euro (nein, da ist keine Null zu viel hineingeraten…). Bis Mulberry mit ihrer (wirklich niedlichen) Tillie dort angekommen sein werden, steht ihnen noch ein harter Weg bevor. Ob er wirklich gangbar ist, wird sich im nächsten Jahr zeigen. Schließlich kommen dann an dieser Stelle die neuen Artikel mit Titeln wie “Die It-Bag 2012″…

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